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Betriebsrentabilität berechnen

Betriebsrentabilität berechnenBerechnen Sie bei uns Ihre "Betriebsrentabilität Ihres Unternehmens". Hierzu geben Sie einfach Ihr Betriebsergebnis und Ihren Kapitaleinsatz ein.

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Kapitaleinsatz [Euro]  

Sie betreiben ein Unternehmen oder Sie überlegen, sich selbstständig zu machen? Wesentlich für verantwortungsvolles Controlling ist es, die Rentabilität eines Start-Ups abzuschätzen. Der Hilfreiche-Tools-Betriebsrentabilität-Rechner kann Ihnen dabei helfen.

Betriebsrentabilität berechnen

Die Betriebsrentabilität stellt eine wichtige Kennzahl zur wirtschaftlichen Bewertung eines Unternehmens dar. Sie drückt aus, welchen Anteil das Betriebsergebnis an der Gesamtleistung einer Firma hat.

Bei der Betriebsrentabilität werden das sogenannte Betriebsergebnis und das betriebsnotwendige Gesamtkapital einander gegenübergestellt. Das Betriebsergebnis ergibt sich aus der Differenz der betrieblichen Erlöse und den betrieblichen Aufwendungen. Das Betriebsergebnis kann man auch als Betriebsgewinn bezeichnen. Die Gesamtleistung ist die Summe aller Umsätze sowie der Eigenleistungen und Bestandsveränderungen.

Die Betriebsrentabilität gibt also an, inwieweit sich das betriebsnotwendige Kapital bezahlt gemacht hat (Gesamtkapitalrentabilität), beziehungsweise wie viel dadurch im Umsatzprozess erwirtschaftet werden konnte. Mit der Betriebsrentabilität lassen sich ziemlich genaue Aussagen treffen, zum Beispiel wie ertragsstark ein Unternehmen ist. Dadurch können Sie beurteilen, wie erfolgreich der Geschäftszweck Ihres Unternehmens ist (Eigenkapitalrentabilität) oder ob das Kerngeschäft zu sehr von Fremdkapital abhängt und daher zu hohe Fremdkapitalzinsen anfallen. Mit dem Hilfreiche-Tools-Rechner können Sie diese Kennzahl einfach, kostenlos und schnell berechnen lassen.

Wie der Betriebsrentabilität-Rechner funktioniert

Die Betriebsrentabilität (oder Betriebsrendite) vergleicht das sogenannte Betriebsergebnis mit dem betriebsnotwendigen Kapital, also der Summe aus betrieblichem Anlage- und Umlaufvermögen.

Die Formel dazu lautet:
Betriebsrentabilität = Betriebsergebnis dividiert durch betriebsnotwendiges Kapital
Mit dem Hilfreiche-Tools Rechner können Sie Ihre Betriebsrentabilität berechnen lassen. Geben Sie einfach Ihr Betriebsergebnis in Euro und darunter Ihren Kapitaleinsatz in Euro ein.
Wenn Sie danach „Berechnen“ anklicken, erscheint im Textfeld als Ergebnis die Betriebsrentabilität in Prozent.

Ein Beispiel:
Nehmen wir an, dass das betriebliche Ergebnis einer Firma im vergangenen Jahr 735 Millionen Euro betrug und die Gesamtleistung 6.040 Millionen Euro.
Die Berechnung ergibt eine Betriebsrentabilität von 12,17 Prozent.
Ein Wert, welcher diese Firma als höchst erfolgreich ausweist.

Die Betriebsrentabilität ist stark von der Unternehmensbranche abhängig. Ertragsstarke Unternehmen weisen eine Betriebsrendite bis zu 10 Prozent aus. Werte zwischen 5 und 6 Prozent zeugen von guter Arbeitsweise.

Was ist der Gesamtdeckungsbeitrag?

  • Als Gesamtdeckungsbeitrag wird die Summe aller in einer bestimmten Periode erwirtschafteten Deckungsbeiträge bezeichnet.
  • Diese Summe lässt sich auch mit der Formel Deckungsbeitrag einer einzelnen Ware mal dessen Absatzmenge ermitteln.
  • Mit diesem Gesamtdeckungsbeitrag und der anfallenden Fixkosten lässt sich eine genaue Aussage zum Betriebsergebnis treffen.
  • Ist der Gesamtdeckungsbeitrag größer als die fixen Kosten, dann entsteht ein positives Betriebsergebnis, es entsteht ein Gewinn.
  • Sollte der Gesamtdeckungsbeitrag jedoch kleiner sein als die Fixkosten, entsteht ein negatives Betriebsergebnis oder ein Verlust.

Was ist das Betriebsergebnis?

  • Das Betriebsergebnis ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl.
  • Sie drückt den erzielten Erfolg eines Unternehmens in einer bestimmten Rechnungsperiode (Monat, Quartal, Jahr) aus.
  • Die Betriebsergebnisrechnung ist ein sogenannter sachzielbezogener Periodenerfolg. Denn hier stellt man jene Güterentstehungen und Güterverbräuche einander gegenüber, die zum Sachziel des Unternehmens gehören.
  • Das Betriebsergebnis zeigt sich im internen Rechnungswesen (oder in der Kosten- und Leistungsrechnung) als Differenz zwischen Leistungen und Kosten.
  • Dieses Betriebsergebnis zur Bestimmung des Erfolgs eines Unternehmens wird meist als betriebsinterne Angelegenheit behandelt.

Wie wird das Betriebsergebnis ermittelt?

Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses können zwei Methoden verwendet werden: Das Gesamtkostenverfahren oder das Umsatzkostenverfahren.

Im Gesamtkostenverfahren werden neben den Umsatzerlösen auch jegliche Bestandsveränderungen, Eigenleistungen, betriebliche Erträge, Aufwendungen für Material und Leistungen, jegliche Personalaufwendungen, sämtliche Abschreibungen sowie sonstige Erträge und Aufwendungen eines Betriebes berücksichtigt.

Im Umsatzkostenverfahren kommen Umsatzerlöse, Herstellungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen zum Zug.  
Mit diesen beiden Verfahren wird der Betriebserfolg innerhalb einer bestimmten Periode ermittelt. Diese Bestimmung des Betriebserfolges ist besonders wichtig, um die Fixkostendeckungsrechung durchzuführen. Dadurch lässt sich bestimmen, wie Fixkosten und Erzeugnisse zusammenhängen und in welcher Höhe Gewinne erzielt werden können. Das Betriebsergebnis ist positiv, sobald der Gesamtdeckungsbeitrag über den Fixkosten liegt. Für gewöhnlich wird diese Betriebsergebnisrechnung als Vierteljahres- oder Monatsrechnung durchgeführt.

Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Unternehmen lassen sich auch mithilfe anderer Kennzahlen treffen. Die Umsatzrentabilität berechnet beispielsweise das Verhältnis des gesamten Gewinns zur Umsatzsumme vor der Entrichtung von Steuern.

Betriebserfolg und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Betriebserfolgrechnung bietet einen Einblick in den Erfolg der betrieblichen Tätigkeit sowie dessen Zusammensetzung und Quellen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Jedoch sind andere Faktoren wichtig für die Bewertung der Güterverbräuche in der Kostenrechnung, wie etwa die Rechnungsziele. Neutrale, betriebsfremde oder außerordentliche Aufwendungen und Erträge werden von dieser Berechnung nicht erfasst.

Ihr steht die Berechnung des neutralen Erfolgs gegenüber, oder die Gewinn- und Verlustrechnung.  Diese präsentiert sämtliche Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens. Hier wird unterschieden zwischen Erfolgen in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (dem eigentlichen Betriebszweck) und außerordentlichen Ergebnissen. Daher ist dieses „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ aus einer Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit dem betriebsinternen, kalkulatorisch ermittelten Betriebsergebnis identisch.

Wissenswertes zur Gewinn- und Verlustrechnung

  • Die Aufgabe einer Gewinn- und Verlustrechnung ist es, neben der Höhe von etwaigen Gewinnen oder Verlusten auch dessen Quellen und Strukturen aufzuzeigen.
  • Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt den Erfolg eines Betriebes durch Saldierung aller Erträge und Aufwendungen innerhalb der Abrechnungsperiode.
  • Es müssen auch etwaige Gewinn- und Verlustvorträge sowie Rücklagenveränderungen berücksichtigt werden.
  • Die Gewinn- und Verlustrechnung ist Bestandteil des Jahresabschlusses und deren Anfertigung ist für Kaufleute gesetzlich im Handelsgesetzbuch vorgeschrieben.
  • Sie muss nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erstellt werden und klar und übersichtlich sein.

Erfolgsrechnung und Rechnungswesen

Da eine Gewinn- und Verlustrechnung der Erfolgsermittlung eines Unternehmens dient, wird sie auch als  Erfolgsrechnung bezeichnet. Grundsätzliches Ziel eines Unternehmens ist es, das Eigenkapital zu vermehren. Diese Erfolgsrechnung als Bestandteil der Buchführung (im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen) dient zur Ermittlung dieses Erfolgs.

Grundsätzlich dient das betriebswirtschaftliche Rechnungswesen dazu, jegliche Veränderungen des Eigenkapitals – etwa aus Handelsgeschäften oder Bewertungsmaßnahmen – zu erfassen.  Positive Erfolgsbeiträge werden als Mehrungen des Eigenkapitals gesehen, negative Erfolgsbeiträge als Minderungen des Eigenkapitals. Derartige Veränderungen werden allerdings nicht unmittelbar im Eigenkapitalbestand erfasst.

Im Rechnungswesen werden für sämtliche Ertrags- und Aufwandsarten eigene Erfolgskonten eingerichtet. Am Ende der Bilanzperiode werden die Salden (Saldo) dieser Konten auf dem Gewinn und Verlustkonto gegenübergestellt, damit der Periodenerfolg (Gewinn oder Verlust) berechnet werden kann. Danach kann die Übertragung des Periodenerfolgs als Veränderung des Eigenkapitals in das Schlussbilanzkonto erfolgen.

Wichtig:
Den Betriebsrentabilität-Rechner sowie alle in diesem Artikel enthaltenen Informationen haben wir zwar gründlich recherchiert, aber wir erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Wir beantworten gerne Fragen zum Betriebsrentabilität-Rechner, übernehmen jedoch keinerlei Haftung, Verantwortung und Gewährleistung für die Ergebnisse.

Quellen: Wikipedia, rechnungswesen-verstehen.de, wirtschaftslexikon24.com



Häufig gestellte Fragen

Beispiel für die Betriebsrentabilität aus der Praxis

Viele Unternehmen veröffentlichen ihre betriebswirtschaftlichen Zahlen im Internet. Hier können Interessierte sich Bilanzen und wichtige Unternehmensdaten ansehen. Ein gutes Beispiel für Transparenz gegenüber Aktionären und Investoren ist die Beiersdorf AG. Unter https://www.beiersdorf.de/investoren/finanzberichte.html lassen sich unter anderem Kennzahlen einsehen. Beiersdorf weist für das Jahr 2012 eine Umsatzrendite (allerdings nach Steuern) von 7,5 Prozent aus. Eine Betriebsrentabilität lässt sich aus den angegebenen Zahlen leicht selbst errechnen. Das betriebliche Ergebnis betrug 735 Millionen Euro, der Umsatz 6.040 Millionen Euro. Eine Angabe zur Gesamtleistung fehlt leider. Nach Anwendung der Formel würde sich eine Betriebsrentabilität von 12 Prozent ergeben. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

 

Gibt es alternative Kennzahlen für die Betriebsrentabilität?

Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Unternehmen lassen sich auch mit Hilfe anderer Kennzahlen treffen. Die Umsatzrentabilität berechnet zum Beispiel das Verhältnis des gesamten Gewinns zur Umsatzsumme, vor der Zahlung von Steuern. Gerade wenn nur wenige außerbetriebliche Sachverhalte vorlagen, ist auch diese Kennzahl sehr aussagekräftig. Sind jedoch mehrere Einmaleffekte verbucht, zum Beispiel durch Verkäufe von Anlagevermögen, dann ist eine Beurteilung für externe Betrachter schwierig. Umsatz kann auch generiert werden, wenn Vorräte abgebaut werden. Bei der Berechnung der Umsatzrendite wird das nicht berücksichtigt.

Ein weiteres Maß für die Ertragsstärke eines Unternehmens ist auch der Return of Investment. Die Berechnung erfolgt durch die Formel: Umsatzrendite x Kapitalumschlag. Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, wie gut sich das eingesetzte Kapital im Unternehmen verzinst.

 

Wie berechnet man die Betriebsrentabilität?

Für die Berechnung der Betriebsrentabilität gibt es je nach betriebswirtschaftlicher Auffassung unterschiedliche Formeln. Bei der Deutschen Bundesbank wird sie ermittelt:

Betriebsrentabilität = Betriebsergebnis / Gesamtleistung x 100

Dabei wird das Betriebsergebnis aus der Differenz der betrieblichen Erlöse und den betrieblichen Aufwendungen berechnet. In der Literatur wird dieser Wert auch als Betriebsgewinn bezeichnet. Alle außerordentlichen und nicht betrieblichen Sachverhalte werden also ausgeklammert. Die Gesamtleistung ist die Summe aller Umsätze sowie der Eigenleistungen und Bestandsveränderungen. Mit der Betriebsrentabilität lassen sich so genaue Aussagen treffen, wie ertragsstark ein Unternehmen ist.

 

Wie hoch ist eine übliche Betriebsrentabilität in Deutschland?

Die Betriebsrentabilität ist stark von der Unternehmensbranche abhängig. Ertragsstarke Unternehmen weisen eine Betriebsrendite bis zu 10 Prozent aus. Werte zwischen 5 und 6 Prozent zeugen von guter Arbeitsweise.

 

Was versteht man unter Betriebsrentabilität?

Die Betriebsrentabilität ist eine wichtige Kennzahl zur wirtschaftlichen Bewertung eines Unternehmens. Sie drückt aus, welchen Anteil das Betriebsergebnis an der Gesamtleistung der Firma hat. Damit beurteilt sie, wie erfolgreich der eigentliche Geschäftszweck des Unternehmens ist.

 



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