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Umschlagsdauer des Vorratsvermögens

Berechnen Sie hier die Umschlagsdauer Ihres Vorratsvermögens. Geben Sie dazu unten Ihre durchschnittlichen Vorräte sowie Ihren Umsatz ein.

durchschnittliche Vorräte  
Umsatz  

Mit Berechnung der Umschlagsdauer des Vorratsvermögens, auch inventory turnover oder Vorratsumschlag genannt, stellt man die durchschnittlichen Vorräte dem Jahresumsatz gegenüber. Die Kennziffer gibt an, wie oft die Vorratsbestände umgeschlagen, beziehungsweise abverkauft, wurden. Die Kennzahl Umschlagsdauer des Vorratsvermögens ist besonders bei Unternehmen im Handel ein wichtiger Indikator für die Marktgängigkeit des Sortiments.

Umschlagsdauer der Vorräte Formel:


Umschlagsdauer des Vorratsvermögens in Tagen erhält man wenn man die Vorräte dividiert durch die Herstellungskosten der abgesetzten Erzeugnisse mal 365 ergibt einen durchschnittlichen Verbleib des Vorratsbestandes im Lager.
Umschlagsdauer des Vorratsvermögens ergibt sich aus Umsatz dividiert durch durchschnittlichen Vorratsbestand

Beispielrechnung:


Ein Unternehmen hat ein Warenlager, mit Wert von 180.000 Euro zu Jahresanfang und zum Jahresende beträgt der Wert 220.000 Euro. Das bedeutet, der durchschnittliche Lagerbestand beträgt 200.000 Euro. 180.000 Euro plus 220.000 Euro geteilt durch 2
erreicht der Betrieb einen jährlichen Umsatz von 400.000 Euro, beträgt die Umschlagshäufigkeit der Vorräte
Vorratsumschlag = 400.000 Euro geteilt durch 200.000 Euro ergibt 2.
Das Unternehmen schlägt seine Vorräte 2 mal im Jahr um.

Bedeutung der Umschlagsdauer des Vorratsvermögens


Die Umschlagsdauer des Vorratsvermögens zeigt an, wie viel Tage der Vorratsbestand eines Unternehmen durchschnittlich im Lager verbleiben wird, bevor er durch den Absatzprozess zu Umsatz wird. Wendet das Unternehmen nicht das Umsatzkostenverfahren in der GuV an, können die Herstellungskosten der abgesetzten Erzeugnisse hilfsweise durch die Umsatzerlöse ersetzt werden.
Ist die Umschlagsdauer der Vorräte niedrig, ist auch der Kapitalbedarf zur Überbrückung eines gewissen Zeitraumes der Lagerungsfunktion geringer und die Absatzrisiken sinken, zum Beispiel durch ein nicht marktgerechtes Sortiment wie veraltete Produkte, abgelaufene Haltbarkeitsdaten und es werden größere Lagerräume mit höheren Lagerkosten fällig.
Ist die Kennzahl hoch wurde das zur Finanzierung der Vorräte benötigte Kapital effizient eingesetzt und es wird weniger Kapitaleinsatz nötig. Häufiger Lagerumschlag bedeutet, kürzere durchschnittliche Lagerdauer.das Unternehmen kann mit demselben Vorratsbestand den doppelten Umsatz erzielen.

Umschlagsdauer des Vorratsvermögens auf Basis des Waren beziehungsweise Materialeinsatzes


Verkauft die Firma Waren zum doppelten Einstandspreis, reicht der durchschnittliche Vorratsbestand, der zu Einstandspreisen bilanziert wird, in Höhe von 200.000 Euro aus, um einen Umsatz von 400.000 Euro zu erzielen:
Umschlagshäufigkeit der Vorräte auf Wareneinsatzbasis ergibt sich aus Wareneinsatz geteilt durch durchschnittlicher Vorratsbestand= 200.000 Euro dividiert durch 200.000 Euro = 1.

Mit dem durchschnittlichen Lagerbestand von 200.000 Euro können die Umsätze eines ganzen Jahres durchgeführt werden. Der Lagerumschlag ist 1 und somit beträgt die Lagerreichweite 1 Jahr.

Die Umschlagsdauer des Vorratsvermögens ist differenziert von Branche zu Branche :
Ein Supermarkt oder Discounter hat einen sehr hohen Lagerumschlag, während ein Juwelier oder eine Galerie eine niedrige Umschlagsdauer des Vorratsvermögens hat.




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