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Geburtenrate

Geburtenrate berechnen

Hier können Sie schnell und einfach die Geburtenraten berechnen lassen. Geben Sie dazu unten die Anzahl der Geburten, den Zeitraum sowie die Gesamtzahl der betrachteten Individuen ein.

Anzahl der Geburten  
Zeitraum  
Gesamtanzahl der betrachteten Individuen  

Die Geburtenrate, auch als Geborenenziffer oder Bruttogeburtenrate bezeichnet, wird mit einer rohen Geburtenziffer festgelegt, ein Ausdruck aus der Demografie, und ist kurz- und langfristigen Veränderungen unterworfen und hängt damit nicht nur vom Umfang der Geburten ab, sondern auch von der Größe und der Altersstruktur der Bevölkerung.
Zur Berechnung der Geburtenrate in der Bevölkerungsstatistik wird die Anzahl der Lebendgeburten innerhalb eines Jahres auf die mittlere Bevölkerung des jeweiligen Jahres bezogen je 1000 Einwohner.
In Deutschland im Jahr 2011 hatte die Geburtenziffer einen Wert von 8,1 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner und hat seit 2005 nur kleine Schwankungen nach oben und unten.1990 wurden noch 11,4 Kinder je 1.000 Einwohner geboren.

Die Geburten werden auf die Gesamtpopulation bezogen und nicht nur auf Frauen im gebärfähigen Alter. Altersstruktureffekte machen sich so in Geburtenraten deutlich bemerkbar. Ist der Anteil an älteren Personen in der Gesellschaft hoch, so sinkt die Geburtenrate, da in einer Bevölkerungsgruppe ab 49 Jahren die Geburtenrate rapide abnimmt. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend damit, dass weniger Kinder pro Frau in dieser Population geboren werden. Sie kann erstaunlicherweise hoch sein, obwohl die rohe Geborenenziffer - auf Grund einer alten Bevölkerungsschicht , Männern oder Kindern - einen niedrigen Wert hat.

Formel zur Berechnung der Geburtenrate


Die Geburtenziffer wird mit der Anzahl der Lebendgeburten pro Jahr und je 1000 Einwohner berechnet, also
1000 mal(Lg /Ew) Lebendgeburten im jeweiligen Jahr geteilt durch Einwohner im Jahresmittel beziehungsweise zur Jahresmitte.

 

Beispiel


2007 waren in Deutschland 684.900 Geburten bei einer Durchschnittsbevölkerung von 82.218.000 Menschen. Also rechnet man die Geburten dividiert durch die Durchschnittseinwohner mal 1000 und somit erhält man eine Geburtenziffer von 8,3. Das bedeutet 2007 wurden in Deutschland je 1000 Einwohner 8,3 Kinder lebend zur Welt gebracht.
Als Vergleich. In der Türkei waren im Jahr 2007 19,4 und in Norwegen 12,4 Kinder je 1.000 Einwohner lebend geboren.

Die Geburtenbilanz ist in einem gewissen Zeitraum, die Differenz der Zahl der Lebendgeborenen, mit der allgemeinen Fertilitätsrate berechnet und der Zahl der Sterbefälle, mit der rohen Sterberate. Ist die Differenz positiv, liegt ein Geburtenüberschuss vor, bei einer negativen Differenz liegt ein Geburtendefizit vor.

 




Interessante Fragen und Antworten zu Geburtenrate berechnen

Wie rechne ich die Sterbefälle aus?

Als Sterbefälle werden alle Todesfälle bezeichnet, die sich innerhalb eines Jahres ereignen. Sie wird unterteilt in die verschiedenen Altersjahre und dann auf 100.000 Einwohner hoch- beziehungsweise runtergerechnet. Nehmen wir zum Beispiel die Altersklasse der in diesem Jahr 40-Jährigen innerhalb Deutschlands.

Zuerst wird eine Statistik erstellt, wie viele Menschen aus dieser Altersklasse dieses Jahr aus dem Leben geschieden sind. Anschließend wird eine weitere Statistik erstellt, wie viele Menschen es in dieser Altersgruppe überhaupt in Deutschland gibt. Nun kommt es darauf an, wie viele der 40-Jährigen in diesem Jahr im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern gestorben sind.

Dabei ist natürlich zu beobachten, dass die Sterberate mit dem Alter immer stärker ansteigt und sich am Ende fast auf 100 Prozent beläuft. In den Industrieländern ist es dabei so, dass eine Sterberate von 10 Prozent erst ab einem Alter von über 80 Lebensjahren erreicht wird. In Schwellenländern dagegen wird diese Schwelle in Extremfällen bereits 20 oder sogar 30 Jahre früher erreicht.

Neben der Sterberate bezogen auf eine bestimmte Altersgruppe gibt es auch eine Sterberate für die Gesamtbevölkerung. Dazu wird eine Statistik mit allen in einem Land lebenden Personen benötigt. Anschließend wird die Zahl der Todesfälle durch die Zahl der Einwohner geteilt und man bekommt eine Zahl, die die Sterberate darstellt.
 

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