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Plankton-Schwebstoffgehalt berechnen

Plankton-Schwebstoffgehalt berechnenHier können Sie schnell und einfach den Plankton-Schwebstoffgehalt berechnen lassen. Sie müssen unten lediglich die Masse des getrockneten Filterpapiers sowie die Masse des getrockneten Filterpapiers mit Plankton- u. Schwebstoffen und das Volumen der Wasserprobe eingeben.

m1=Masse des getrockneten Filterpapiers
m2= Masse des getrockneten Filterpapiers mit Plankton- u. Schwebstoffen
V=Volumen der Wasserprobe
Gps= Plankton-Schwebstoffgehalt

Masse des getrockneten Filterpapiers [g]  
Masse des getrockneten Filterpapiers mit Plankton- u. Schwebstoffen [g]  
Volumen der Wasserprobe [ml]  



Häufig gestellte Fragen

Beispielrechnung aus der Praxis

Aus einem Gewässer wird eine Probe von 100 ml entnommen. Der verwendete Filter wiegt vor der Messung 2 Gramm. Nach Filterung und Trocknung beträgt seine Masse 2,05 Gramm. Wie hoch ist der Schwebstoffgehalt?

Gps = (m2 – m1) / V (in mg / l)

= (2,05 g – 2 g) / 0,1 l

= 0,05 g / l

= 50 mg / l

 

Was ist der Plankton-Schwebstoffgehalt?

Der Begriff „Plankton“ beschreibt winzige, in Gewässern lebende Organismen. Sie bewegen sich immer mit der Wasserströmung und stellen für eine Vielzahl anderer Organismen wie Krebstiere und Fische eine wichtige Nährstoffquelle dar.

Schwebstoffgehalt“ definiert sich als Anteil von festen, in einer Flüssigkeit (meist in Wasser) schwebenden Substanzen. Man unterscheidet dabei in anorganische (mineralische) Stoffe und organisches Material (tierische und pflanzliche Lebewesen wie auch tote Organismen). Plankton gehört zu den organischen Substanzen. Ganz allgemein formuliert, sind Schwebstoffe all die Stoffe, die zurückbleiben, wenn das Wasser verdunstet.

 

Wie berechnet man den Plankton-Schwebstoffgehalt?

Der Plankton-Anteil im Wasser wird meist zunächst messtechnisch bestimmt und anschließend mathematisch skaliert. Dazu wird eine volumenmäßig exakt definierte Wasserprobe aus dem Gewässer entnommen und durch eine geeignete Filtermembran geleitet. Vor der Filterung wird der Filter hinsichtlich seiner Trockenmasse gewogen und dokumentiert.

Wichtig bei der Auswahl des Filters ist, dass die Porengröße auf die Größe der Schwebstoffpartikel abgestimmt ist. Bei zu großen Poren geht ein Teil des Schwebstoffes verloren, bei zu kleinen, verstopft der Filter.

Ist die Wasserprobe komplett durch den Filter gelaufen, dann wird diese vorsichtig getrocknet und erneut gewogen. Die Differenz der beiden Wiegungen ergibt die Masse der ausgefilterten Schwebstoffe. Mit diesen gewonnenen Daten lässt sich der Schwebstoffgehalt rechnerisch wie folgt bestimmen:

Gps = (m2 – m1) / V (in mg / l)

m1 … Masse des getrockneten Filterpapiers
m² … Masse des getrockneten Filterpapiers mit Plankton- u. Schwebstoffen
V … Volumen der Wasserprobe
Gps ... Plankton-Schwebstoffgehalt

Es muss erwähnt werden, dass diese einfache Methode keine Unterscheidung zwischen verschiedenen Schwebstoffen treffen kann. Es wird immer die Masse der im Filter zurückbleibenden Schwebstoffe zugrunde gelegt – gleich ob es sich um Plankton oder um mineralische Stoffe handelt. Ein zweiter Einfluss auf etwaige Messfehler wurde bereits erwähnt – bei falsch gewählter Porengröße bleiben möglicherweise nicht alle Partikel im Filter und der ermittelte Schwebstoffgehalt ist geringer als der tatsächliche.

 

Wo tritt der Plankton-Schwebstoffgehalt auf?

Während mineralische Schwebstoffe dem Wasser hauptsächlich durch Abrieb des Flussbettes oder Einleitung von verschmutztem Wasser nach Regenfällen zugesetzt werden, entstehen organische Schwebstoffe durch chemische und vor allem auch biologische Prozesse (zum Beispiel durch Algenbildung).

Da Plankton bereits eine wenn auch sehr einfache Lebensform darstellt, kann der Gehalt an Plankton in einem Gewässer durchaus als Maßstab herangezogen werden, um die Wasserqualität zu beurteilen.

So weist ein sehr hoher Planktonanteil auf einen hohen Nährstoffgehalt hin, der bei herrschendem Ungleichgewicht (also bei zu wenig sich von Plankton ernährenden Lebewesen) bis zum „Überkippen“ des Gewässers führen kann. Ursache für solch massive Ungleichgewichte sind meist Überdüngungen im Umfeld des Gewässers, die ein überproportionales Wachstum von Plankton hervorrufen und fördern.

 



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