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Saprobienindex

Saprobienindex berechnen

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Saprobiewert Indikationsgewicht Häufigkeit

Der Saprobienindex ist eine wichtige biologisch-ökologische Größe. Er gibt Informationen über den biologischen Verschmutzungsgrad (auch Saprobie genannt) eines Fliessgewässers. Bei dieser Form der Untersuchung handelt es sich jedoch nicht um eine eventuelle Vergiftung durch toxosche Stoffe, sondern lediglich um die biologische Belastung durch Sauerstoff verzehrende Substanzen und Lebewesen. Veränderungen durch Begradigung oder thermische und andere Belastungen werden hierdurch nicht ermittelt. Weiterhin ist das Saprobien-System nicht anwendbar für stehende Gewässer. Das so genannte Gewässermonitoring enthält deswegen noch diverse andere Methoden der Qualitätsprüfung welche in den europäischen Wasserentnahmerichtlinien geregelt sind. Das Saprobensystem ist nur eines von vielen Modulen in diesem Zusammenhang. Hier wird die Art und die Zahl von Protozoen, Kleinkrebsen und Insektenlarven als Bioindikatoren zur Beurteilung der Güte des Wassers zugrunde gelegt. Die Einteilung der Wassergüte eines Fliessgewässers bei der Saprobienmethode erfolgt in insgesamt 7 Klassen.

Berechnung


Um den Saprobienindex berechnen zu können, bedarf es vorher einer Beprobung des Gewässers. Diese sind nach einem ganz speziellen Muster hinsichtlich der Entnahmestellen zu ziehen und danach auszuwerten. Anhand von Literatur werden die in den einzelnen Proben identifizierten Lebewesen erfasst und gezählt. Dabei hat jedes Lebewesen einen bestimmten Saprobienwert. Dieser Wert wird entsprechend notiert. Für die Berechnung der Güteklasse gibt es zwei Rechenwege. Der Rechenweg nach Baur läßt die Gesamtsumme der identifizierten Saprobien entsprechend ihrem Wert durch die Anzahl der gefundenen Lebewesen dividieren. Darüber hinaus gibt es noch die Berechnung nach Zelinka und Mervan. Zunächst werden die gefundenen Lebewesen nach ihrer Häufigkeit eingeteilt. Es gibt insgesamt 6 Häufigkeitswerte. Beim Häufigkeitswert 1 werden durchschnittlich 1-2 Tiere pro Probe gefunden, beim Häufigkeitswert 6 werden im Schnitt 101 - 150 Tiere pro Probe gefunden. Weiterhin wird jedem Organismus ein so genanntes Indikationsgewicht zugewiesen. Dieses sagt aus, mit welcher Präferenz ein Organismus in einer bestimmten Güteklasse zu finden ist. Je höher dieser Wert ist, desto sicherer ist dieses Tier nur in einer Güteklasse vertreten. Weiterhin hat jedes Lebewesen in der Literatur einen so genannten Saprobienwert zugeordnet bekommen. Die Formel nach Zelinka und Mervan enthält also insgesamt 3 Variablen. Der Rechenweg geht nun wie folgt: Zunächst wird das so genannte Produkt Organismus berechnet, indem der Häufigkeitswert mit dem jeweiligen Saprobienwert multipliziert wird. Dies erfolgt für jedes gefundene Lebewesen. Nachdem dies erfolgt ist, wird die Summe aller aller Produkt Organismus gebildet. Diese Summe wird mit dem Indikationsgewicht multipliziert und durch das Produkt der Summe aller Häufigkeitswerte multipliziert mit dem Indikationsgewicht geteilt. Zur Veranschaulichung sei dies als Formel dargestellt:

Saprobienindex = ? Produkt Organismus x Indikationsgewicht / ? Häufigkeitswert / Indikationsgewicht.

Benutzung des Rechners


Wenn man den online Rechner benutzen möchte, benötigt man lediglich die einzelnen Zahlen für den Häufigkeitswert, den jeweiligen Saprobienwert und das Indikationsgewicht. Jeder dieser Werte wird in einem eigenen Feld abgefragt. Man gibt diese Werte für die erste Art der gefundenen Lebewesen ein. Anschließend erlaubt der Rechner dem Benutzer über den Button "Weitere Werte" die Eingabe der Werte für die nächste gefundene Art. Dieser Vorgang kann so lange wiederholt werden, bis alle gefundenen Arten eingegeben sind. Das Endergebnis wird nach Betätigen der Schaltfläche "Berechnen" ermittelt. Im Lösungsfeld wird dann der Saprobienindex angegeben. Das Ergebnis kann auch gedruckt werden.

Vereinfachte Methode


Die bereits erwähnte Methode nach Baur zur Ermittlung des Saprobienindex wird auch die vereinfachte Methode genannt. Das Ergebnis ist ähnlich wie das Ergebnis nach Zelinka und Mervan.




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