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Budgetrechner

Steigende Mieten führen dazu, dass mehr Menschen über den Bau eines eigenen Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung nachdenken. Laut einer "TNS Infratest"-Studie möchten ein Drittel der Befragten im Alter bevorzugt in den eigenen vier Wänden leben. Ob Sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, hängt von Ihrer finanziellen Lage ab. Unser Budget Rechner für den Hauskauf klärt Sie über Ihre Finanzen auf. Zusätzlich enthält er einen Kaufkostenrechner. Damit ermitteln Sie die oftmals nicht mit einberechneten Kosten für Notar, Makler und Grunderwerbssteuer.

Eigennutzung:
Ersparte Warmmiete: Euro pro Monat
Zusätzlich leistbarer Betrag: Euro pro Monat
Bewirtschaftungskosten (neue Immobilie): Euro pro Monat
Zins des Darlehens: %
Tilgung p.a.: %
Eigenkapital: Euro
Maklerkosten: %
Notar- und Gerichtskosten: %
Grunderwerbsteuer: %

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Wie funktioniert das Tool?

Zum Ermitteln der Kosten für eine Immobilie geben Sie verschiedene Werte an. Zunächst wählen Sie aus, ob Sie diese für die Eigennutzung planen. Markieren Sie das Feld mit einem Häkchen, unterlegt das Tool das Feld "Ersparte Warmmiete" grau. Bei einer Immobilie, die Sie selbst bewohnen, kennzeichnen Sie das Feld "Eigennutzung" und tragen im Folgenden die monatlichen Kosten für die ersparte Warmmiete ein. Bei Vermietung des Hauses oder der Eigentumswohnung entfallen diese in der Berechnung.

In dem Feld "Zusätzlich leistbarer Betrag" tragen Sie ein, wie viel Geld Sie pro Monat erübrigen, um die Finanzierung abzuschließen. Das Budget berechnen Sie ebenso unter der Angabe der monatlichen Bewirtschaftungskosten der neuen Immobilie. Aus diesen drei Posten ermittelt der Budget Rechner Ihren verfügbaren monatlichen Betrag. Die Formel lautet: Ersparte Monatsmiete + zusätzlich leistbarer Betrag – monatliche Bewirtschaftungskosten = verfügbarer Betrag.

Aus einer monatlich gesparten Miete von 1.000 Euro und einem zusätzlich leistbaren Betrag von 200 Euro abzüglich der Bewirtschaftungskosten von 250 Euro ergibt sich ein verfügbarer Rahmen von 950 Euro pro Monat. An dieser Stelle ist die Berechnung nicht abgeschlossen. Hinzu kommen die Kosten für das Darlehen oder den Kredit. Sie tragen dazu den Zinssatz ein und den Prozentsatz für die jährliche Tilgung. Das Budget berechnen Sie unter der zusätzlichen Angabe Ihres gesparten Eigenkapitals.

Beim Kauf eines Hauses kommen zusätzliche Kosten für Makler, Notar und Grunderwerbsteuer auf Sie zu. Viele Budget Rechner beziehen die Werte nicht mit ein, sodass viele Hausbauer sie nicht beim Erwerb einer Immobilie bedenken. In unserem Tool tragen Sie die Prozentsätze für Makler, Notar und Grunderwerbssteuer im unteren Bereich ein und erhalten ein zuverlässiges Ergebnis. Beachten Sie, dass es sich bei der Ausgabe um Schätzungen handelt. Ein Fachmann bespricht mit Ihnen die tatsächlichen Kosten.

Nach der Eingabe aller Werte bestätigen Sie den Button "Berechnen". Sie erhalten neben Ihrem verfügbaren monatlichen Betrag, das finanzierbare Kreditvolumen, den Gesamtbetrag, die Maklerkosten, die Notar- und Gerichtskosten und die Grunderwerbsteuer. Zusätzlich ermittelt der Budget Rechner wie viel Sie für Ihre Immobilie insgesamt ausgeben, ohne sich zu verkalkulieren.

 

Beispielberechnung für den Kauf eines Hauses

 

Budgetrechner Berechnung 1

Zur Veranschaulichung zeigen wir Ihnen ein Beispiel, wie Sie für einen Hauskauf das Budget berechnen: Hartmut bezahlt derzeit 1.200 Euro Miete monatlich. Er baut ein Haus im hessischen Raum zur Eigennutzung. Ihm stehen pro Monat 400 Euro zusätzlich zur Verfügung. Die zukünftige Immobilie bedarf 250 Euro monatlich zur Bewirtschaftung. Nach der Formel: Ersparte Monatsmiete + zusätzlich leistbarer Betrag – monatliche Bewirtschaftungskosten = verfügbarer Betrag, ergibt sich für ihn ein verfügbarer Betrag von 1.350 Euro pro Monat. Diesen wendet er zur Zahlung seines Darlehens und für die Bewirtschaftung der neuen Immobilie an. In der Summe sind die 1.200 Euro, die er ab dem Einzug in die Immobilie für die bisherige Mietzahlung spart, enthalten.

Der Budget Rechner ermittelt über den verfügbaren Betrag hinaus das finanzierbare Kreditvolumen und den Gesamtbetrag. Dazu gibt Hartmut den aktuellen Zinssatz des Darlehens von 2,60 Prozent und die prozentuale jährliche Tilgung von 3,00 Prozent an. Das Tool benötigt darüber hinaus die Summe an Eigenkapital für den Hauskauf. Bei Hartmut sind das 15.000 Euro. Im unteren Bereich des Rechners erscheint das finanzierbare Kreditvolumen von 289.285,71 Euro und der Gesamtbetrag mit Eigenkapital von 304.285,71 Euro.

Unser Tool beinhaltet zusätzlich einen Kaufkostenrechner. Er umfasst die anfallenden Maklerkosten, die Notar- und Gerichtskosten sowie die Grunderwerbsteuer. Die Prozentsätze variieren. Bei der Berechnung fallen nach Bundesland maximal 6,5 Prozent für die Grunderwerbsteuer an. Die Maklerkosten sind abhängig von der beauftragten Firma. Für die Vermittlung einer Immobilie entfallen zwischen drei bis sechs Prozent zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer von der Kaufsumme für den Makler. Ein Prozent der Kaufpreissumme berechnet der Notar, mit zusätzlicher Grundschuld 1,2 Prozent. Der Eintrag beim Grundbuchamt kostet maximal 0,5 Prozent von der Erwerbssumme.

In Hartmuts Fall gibt er vier Prozent für den Makler aus, zwei Prozent für den Notar und die Grundschuld sowie fünf Prozent für die Grunderwerbsteuer. Der Rechner ermittelt die Kosten wie folgt: 10.965,26 Euro entfallen für den Makler, 5.482,63 Euro für Notar- und Gerichtskosten sowie 13.706,57 Euro für die Grunderwerbsteuer. Aus allen Angaben berechnet das Tool, was die Immobilie von Hartmut kosten darf. Beim Kauf eines Hauses im Preisrahmen bis 274.131,27 Euro ergeben sich für ihn keine Probleme bei der Finanzierung und bei der Tilgung der monatlichen Rate.

 

Ein Haus kaufen – eine Frage der finanziellen Lage

Noch bevor Sie ein Haus kaufen oder bauen stellt sich die Frage, wie viel Sie investieren können. Starten Sie niemals in ein Bauprojekt ohne vorherige Bestandsaufnahme. Sie profitieren langfristig von einer eigenen Immobilie, wenn Sie ihr Budget kennen, gut planen und finanzielle Engpässe jederzeit ausgleichen. Am Anfang machen Sie sich Gedanken darüber, was Sie sich leisten können. Ihr Budget berechnen Sie mit unserem Tool im oberen Bereich. Neben Ihrem monatlichen Nettoeinkommen prüfen Sie weitere wichtige Faktoren. Dazu gehören Ihr Eigenkapital, der Umfang ihrer monetären Reserven und Ihr Budget. Dieses errechnen Sie aus dem, was Sie zum Leben benötigen und dem, was Sie monatlich tilgen. Der Rechner zeigt Ihnen, wie teuer Ihr Haus maximal sein darf.

 

Ohne Eigenkapital steigt die Insolvenzgefahr

Das Eigenkapital gehört zu den wichtigsten Faktoren beim Kauf oder Bau eines Hauses. Besitzen Sie keines, benötigen Sie eine 100-Prozent-Finanzierung. Für viele ist das der Einstieg in die Privatinsolvenz, wenn der Job wegfällt, eine Beziehung endet oder die Gesundheit nicht mitspielt. Eine große Summe an Eigenkapital gilt als Voraussetzung dafür, die monatliche Tilgungsrate zu stemmen. 25 bis 30 Prozent gelten als sicherer für den Erwerb einer Immobilie.

 

Reserven schützen bei Engpässen

Achten Sie darauf, dass nicht Ihr ganzes Erspartes in die Baufinanzierung einfließt. Oft kommen unvorhergesehene Ausgaben auf Sie zu wie Krankheiten, Operationen und berufliche Veränderungen. Legen Sie drei bis fünf Bruttomonatseinnahmen vorsorglich zurück, sind Sie für Eventualitäten gewappnet.

 

Arbeiten Sie mit Budgets

Zahlen sind das Wichtigste beim Hauskauf oder beim Bau des Eigenheimes. Ermitteln Sie, wie viel Sie monatlich ausgeben und was übrig bleibt, um eine Finanzierung zu bezahlen. Der Budget Rechner hilft Ihnen bei der Ermittlung Ihres verfügbaren Rahmens. Sehen Sie sich Ihre Ausgaben an und beziehen Sie neben Ihrem Konsum, Geschenke, Hobbys und den Urlaub mit ein. Sparen klappt bei den wenigsten Anlegern auf Dauer. Denken Sie darüber nach, was für Sie unverzichtbar ist und wie viel Geld Sie monatlich benötigen. Praktisch ist ein Haushaltsbuch, in dem Sie alle Ausgaben notieren.

Alternativ ziehen Sie Ihre Kontoauszüge heran und überschlagen Ihre Ausgaben für die Lebenshaltung. Dazu gehören neben der Miete, dem Strom und den Kosten für Internet und Telefon, Versicherungen, Hobbys, Urlaube, Geschenke, Medikamente, Friseurbesuche und die Kinderbetreuung. Beziehen Sie ebenso anfallende Kleinigkeiten mit ein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wissen Sie, wie viel Sie monatlich ausgeben, berechnen Sie Ihren Kreditrahmen. Aus beiden ergibt sich Ihr Budget für die Anschaffung.

Viele Investoren greifen auf die Formel "Zins und Tilgung statt Miete" zurück. Diese ist mit Vorsicht zu verwenden, da für ein Haus weitere Kosten für die Instandhaltung anfallen. Beim Neubau beachten Sie, dass oftmals Mehrkosten entstehen, planen Sie bis zu 20.000 Euro extra ein.

 

Nebenkosten für den Erwerb eines Hauses

Beim Kauf eines Hauses und eines Grundstücks bezahlen sie nicht nur den Kaufpreis. Es entfallen Kosten für den Fiskus, den Staat und für den Notar. Je nach Bundesland kommen bis zu zehn Prozent an Nebenkosten hinzu. Denken Sie an die Kosten für den Makler, den Notar sowie an die Gebühren des Grundbuchamtes und die Grunderwerbsteuer.

 

Maklerprovision für die Immobilienvermittlung

Der Makler verdient bei einem Vertragsschluss zwischen Verkäufer und Käufer. Zu seiner Vergütung gehören die Erstellung eines Exposés, Besichtigungen und die Abwicklung. Die prozentuale Gebühr schwankt je nach Bundesland zwischen drei bis sechs Prozent von der Kaufpreissumme. Hinzu kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer. Daraus ergeben sich 3,57 bis 7,14 Prozent brutto. Die Provision fällt nach Vertragsschluss durch den Notar an. Je nach beauftragter Firma besteht die Möglichkeit, den Preis zu verhandeln.

 

Steuer für Grund und Boden

Beim Kauf eines Grundstücks entfallen 3,5 bis 6,5 Prozent der Kaufsumme für die Grunderwerbsteuer. Diese entrichten Sie nach der notariellen Beglaubigung des Vertrages. Die Bundesländer berechnen im Jahr 2016 folgende Grunderwerbsteuer:

  • Baden-Württemberg: 5,0 Prozent,
  • Bayern: 3,5 Prozent,
  • Berlin: 6,0 Prozent,
  • Brandenburg: 6,5 Prozent,
  • Bremen: 5,0 Prozent,
  • Hamburg: 4,5 Prozent,
  • Hessen: 6,0 Prozent,
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5,0 Prozent,
  • Niedersachsen: 5,0 Prozent,
  • Nordrhein-Westfalen: 6,5 Prozent,
  • Rheinland-Pfalz: 5,0 Prozent,
  • Saarland: 6,5 Prozent,
  • Sachsen: 3,5 Prozent,
  • Sachsen-Anhalt: 5,0 Prozent,
  • Schleswig-Holstein: 6,5 Prozent,
  • Thüringen: 5,0 Prozent (ab 2017: 6,5 Prozent).

 

Kosten für die notarielle Beglaubigung

Für den Notar fällt ein Prozent der Kaufsumme an, bei einer zusätzlichen Grundschuld 1,2 Prozent. Die Summe zahlen Sie ebenfalls nach der notariellen Beurkundung. Das Grundbuchamt verlangt weitere 0,3 bis 0,5 Prozent des Kaufpreises für die Umschreibung des Eigentümers.





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