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Kalkulatorische Abschreibung

Berechnen Sie hier die kalkulatorische Abschreibung. Geben Sie dazu jetzt unten die Widerbeschaffungskosten, den Restwert sowie die Laufszeit der Abschreibung an.

Wiederbeschaffungskosten [Euro]  
Restwert [Euro]  
Laufzeit der Abschreibung  

Kalkulatorische Abschreibung


Einrichtungen und Geräte nutzen sich beim Gebrauch ab oder werden irgendwann unbrauchbar. Mithilfe der Formel für die kalkulatorische Abschreibung soll diese Wertminderung während der Nutzungsdauer ermittelt werden. Praktisch handelt es sich um den Betrag, der für eine Neuanschaffung zurückgelegt werden muss. Das Tool kann daher sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich für jedermann nützlich sein.

Berechnung der kalkulatorischen Abschreibung - die Formel für das Tool und die kurze Anweisung


Kalkulatorische Abschreibung = (Wiederbeschaffungswert - Restwert) / Nutzungsdauer


Das Tool ist weitestgehend selbsterklärend: Beachten Sie die Eingabefelder, in die Sie die jeweiligen Werte eintippen müssen. Die eigentliche Berechnung erfolgt durch das Tool. Für weitergehende Informationen schauen Sie bitte weiter unten. Dort finden Sie Erklärung der Begriffe und praktische Tipps, die weiterhelfen, falls notwendig. Die Zahlenwerte bitte jeweils ohne Tausendertrennpunkt eintippen.


1. Schritt: Wiederbeschaffungswert in Euro eintippen
2. Schritt: Restwert in Euro eintippen
3. Schritt: Nutzungsdauer in Jahren eintippen
4. Schritt: Berechnung starten
5. Schritt: Ergebnis ablesen und notieren

Kalkulatorische Abschreibung - ein Beispiel für eine Berechnung


Eine Einrichtung soll in 15 Jahren durch eine neue ersetzt werden. Der jetzige Preis beträgt 30.000 Euro. Nach 15 Jahren soll versucht werden, die abgenutzte Einrichtung für 1.000 Euro zu verkaufen.

Die Nutzungsdauer von 15 Jahren und den Restwert von 1000 Euro können direkt in das Tool eingetippt werden.

Der Kaufpreis von 30.000 Euro zählt für die Einrichtung nur zum jetzigen Zeitpunkt. Für zukünftige Betrachtungen kann dieser Wert plus Zuschläge für Inflation und Preisentwicklung berücksichtigt werden. Eventuell ist noch ein geschätzter Sicherheitszuschlag anzusetzen. Dieser Fall zählt nur, wenn eine gleichwertige Einrichtung gekauft wird. Soll zukünftig eine entsprechend höher- oder minderwertigere Einrichtung angeschafft werden, sind diese Werte in das Tool einzugeben.

Ergebnis der kalkulatorische Abschreibung: 1.933,33 Euro/Jahr

Mithilfe der Formel berechnet das Tool den Betrag, der notwendig ist, um beispielsweise eine alte Geschäftseinrichtung zukünftig gegen eine neue Einrichtung zu ersetzen. Während der Nutzungsdauer tritt durch den täglichen Gebrauch eine Abnutzung ein. Der Wert der ehemals neuen Einrichtung fällt dabei von Tag zu Tag. Durch die kalkulatorische Abschreibung der Einrichtung soll diese Wertminderung berücksichtigt werden. Praktisch gibt die kalkulatorische Abschreibung den Wert wieder, der innerhalb der Nutzungsdauer anzusparen ist. Nach Ablauf der Nutzungsdauer kann dann mit dem angesparten Betrag eine neue Einrichtung angeschafft und bezahlt werden.

Die kalkulatorische Abschreibung - die wesentlichen Faktoren zur Berechnung


Um die kalkulatorische Abschreibung für eine Einrichtung oder ein Gerät zu berechnen, sind drei wesentliche Faktoren zu berücksichtigen: der Wiederbeschaffungswert, der Restwert und die Nutzungsdauer.

Wiederbeschaffungswert - der zukünftige Preis


Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis eines Gegenstandes, der in der Zukunft für ein gleichwertiges Produkt zu bezahlen ist. Hierbei handelt es sich um einen Schätzpreis, da genaue Preise zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind. Die Schätzung des Preises sollte die Inflation und Preisentwicklung über die gesamte Nutzungsdauer berücksichtigen. Praktisch nimmt man hierfür die entsprechenden Indizes der statistischen Ämter. Diese werden auch in den Wirtschaftsnachrichten von Funk und Presse offengelegt. Ein Sicherheitszuschlag von 10 bis 30 Prozent verhilft, unliebsamen Überraschungen vorzubeugen.
Restwert

Nach der Nutzungsdauer besitzen Einrichtungen oder Geräte noch einen Wert, der beim Verkauf erzielt werden könnte. Dieser wird als Restwert bezeichnet. Es handelt sich praktisch um den Gebrauchtwarenpreis beziehungsweise um den Schrottpreis, der beim Verkauf eingenommen wird. Der Restwert kann so die Summe für eine Ersatzinvestition verringern oder den Betrag eines notwendigen Kredites schmälern, wenn er verkauft wird. Bleiben Sie hier realistisch und setzen keine zu hohen Werte an. Studieren Sie aufmerksam Kleinanzeigen oder fragen Sie verschiedene Schrotthändler nach dem Wert.

Nutzungsdauer - der Zeitraum des Gebrauchs


Über die Nutzungsdauer wird der Betrag angespart, der wertmäßig durch Berechnung der kalkulatorischen Abschreibung ermittelt und gleichmäßig über diese Zeitdauer verteilt wird.


Häufig gestellte Fragen

Beispielrechnung der kalkulatorischen Abschreibungen

Eine CNC-Anlage mit einem heutigen Anschaffungspreis von 250.000 EUR soll in 7 Jahren durch eine neue ersetzt werden. Durch Inflation und absehbare Preissteigerungen des Herstellers erhöhen sich der voraussichtlich in sieben Jahren zu zahlende Wiederbeschaffungskosten um 35%, also auf 337.500 EUR. In dieser Summe sind die Logistik- und Montagekosten für die Anlage bereits enthalten. Für die derzeitige Anlage wird ein Verkaufspreis auf dem Gebrachtmaschinenmarkt von 22.500 EUR erwartet. Wie hoch ist die kalkulatorische Abschreibung pro Jahr?

Kalkulatorische Abschreibung    = (Wiederbeschaffungskosten - Restwert) / Nutzungsdauer
                    = (337.500 EUR - 22.500 EUR) / 7 Jahre
                    = 45.000 EUR

 

Was versteht man unter kalkulatorischen Abschreibungen?

In der Kosten- und Leistungsrechnung eines Unternehmens werden auch Kosten berücksichtigt, die erst mittel- oder langfristig in der Zukunft anfallen. Dazu gehören hauptsächlich planbare Kosten für den Ersatz einer Maschine oder Anlage, wenn diese entweder verschlissen ist oder einfach nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen wird. Letzteres ist beispielsweise bei Serveranlagen der Fall, wo neue Softwaregenerationen auch immer höhere Anforderungen an die Hardware stellen.

Anders als bei Abschreibungsarten, wie sie für die Ermittlung der zu zahlenden Steuern benutzt werden, ist die kalkulatorische Abschreibung durch den Unternehmer nahezu unbegrenzt flexibel. Die kalkulatorische Abschreibung dient ausschließlich dem Zweck, zum richtigen Zeitpunk (also dem Zeitpunkt der notwendigen Ersatzinvestition) ausreichend Kapitalrücklagen gebildet zu haben, um die neue Anlage anzuschaffen. Das Ergebnis der Berechnung wird deshalb in der Regel immer in die Kalkulation derer Artikel eingehen, die auf der jeweiligen Maschine gefertigt werden.

 

Welche anderen Arten von Abschreibungen gibt es?

Neben der rein für interne Zwecke genutzten kalkulatorischen Abschreibung findet in der Praxis noch die bilanzielle Abschreibung Verwendung. Diese ist ausschließlich für die korrekte Ergebnisermittlung und die darauf aufbauende Berechnung der Einkommenssteuer des Unternehmens von Bedeutung.

Für die bilanzielle Abschreibung gelten feste, gesetzlich vorgegebene Regeln, die den Prinzipien der kaufmännischen Vorsicht und des Gläubigerschutzes Rechnung tragen müssen. Da diese Regeln unter anderem auch von Erfahrungswerten zu Nutzungsdauern bestimmter Anlagegüter ausgehen,  findet kein Abgleich mit der tatsächlichen Nutzung statt. Die kalkulatorische Abschreibung behebt diesen Fehler und ermöglicht eine genauere Investitionsplanung im Unternehmen, als dies auf Basis der bilanziellen Abschreibung möglich wäre.

 

Wie berechnet man die kalkulatorischen Abschreibungen?

Für die Ermittlung der kalkulatorischen Abschreibung sind drei Faktoren wesentlich:

- die Wiederbeschaffungskosten der zu ersetzenden Anlage (in EUR)
Diese Kosten können nur geschätzt werden, da der relevante Beschaffungszeitpunkt meist etliche    Jahre in der Zukunft liegt. Anhaltspunkte für eine realistische Annahme können aber technisch bedingte Preisentwicklungen der Vergangenheit sein. Auch der Faktor Inflation sollte hier Berücksichtigung finden.

- Restwert der bestehenden Anlage (in EUR)
Auch wenn die Anlage nach Ende ihrer geplanten Nutzungsdauer außer Betrieb genommen wird, so stellt sie dennoch einen gewissen Restwert dar. Ob die Maschine noch im Gebrauchtmaschinenmarkt verkaufbar sein wird oder lediglich der erwartete Schrottwert in die Rechnung eingeht, muss fallweise entschieden werden. Der Restwert mindert in jedem Fall die etwa notwendige Darlehensaufnahme oder zurückzustellende Summe für die Ersatzinvestition.

- Laufzeit der Anlage
Ausgehend von der geplanten (Rest)Nutzungsdauer der aktuellen Anlage wird die durch kalkulatorische Abschreibung zu bildende Rücklage auf die verbleibende Laufzeit verteilt. Berücksichtigt wird dabei die unter normalen Umständen zu erwartende Laufzeit, Sondereffekte wie Diebstahl oder vorzeitige Zerstörung durch Naturgewalten bleiben außen-vor.

Die Berechnungsformel der kalkulatorischen Abschreibung lautet dann wie folgt:
Kalkulatorische Abschreibung    = (Wiederbeschaffungskosten - Restwert) / Nutzungsdauer

 



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