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Bei uns können Sie die Goldene Bilanzregel im engeren Sinn berechnen lassen. Hierzu geben Sie nur das Eigenkapital, das langfristige Fremdkapital sowie das Anlagevermögen in Euro an.

Goldene Bilanzregel

Was ist die Goldene Bilanzregel?


Im Rechnungswesen ist die Definition der Goldenen Bilanzregel (Anlagendeckung) denkbar einfach:
Langfristiges Anlagevermögen ist durch langfristige Kredite zu finanzieren. Kurzfristiges Umlaufvermögen kann durch kurzfristige Kredite gesichert werden.

Somit sagt sie aus, welche Art von Vermögen in der Bilanz mit welcher Art von Kapital zu decken ist.
Variante 1: Anlagevermögen ist durch Eigenkapital zu finanzieren
Variante 2: Anlagevermögen ist durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zu decken
Variante 3: Anlagevermögen und langfristig gebundenes Umlaufvermögen sind durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zu decken.

Nutzen der Goldenen Bilanzregel


In der heutigen, komplexen Wirtschaft in Deutschland, Europa und weltweit ist es unheimlich schwer, verlässliche Empfehlungen zum Thema Finanzierung zu finden. Die Goldene Bilanzregel bietet eine einfache und sichere Möglichkeit, die finanzielle Situation eines Unternehmens darzustellen.

Viele Unternehmen konnten so vom Prinzip der Goldenen Bilanzregel profitieren

Vorteil der Goldenen Bilanzregel

Es herrscht das Prinzip der Liquiditätswahrung: Erträge und Kosten stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

Nachteil der Goldenen Bilanzregel

In der Praxis ist die Goldene Bilanzregel nicht so einfach umzusetzen wie es in der Theorie scheint. Sie funktioniert nur dann, wenn Banken für langfristige Investitionen auch langfristige Kredite anbieten und Ihnen stets ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht. Genau hier bestehen die Engpässe mit denen sich auch jedes mittelständische Unternehmen beschäftigen muss.

Daher ist eine ständige Anpassung der Regeln auf einzelne Branchen und dazugehörige Unternehmen nötig. Eine besondere Rolle spielt hierbei der sogenannte Leverage-Effekt. Dieser beschreibt die Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Rentabilität des Eigenkapitals.

Die Goldene Bilanzregel gehört zu den Finanzierungsregeln. Sie werden in horizontale und vertikale Finanzierungsregeln unterteilt:

Vertikale Finanzierungsregeln

- Statischer Verschuldungsgrad: Das Eigenkapital ist mindestens so hoch wie das Fremdkapital (1:1 Regel)
- Dynamischer Verschuldungsgrad: Eine Maßeinheit für die Schuldentilgung die aus eigener Kraft erfolgen kann. Er ist ein theoretischer Wert und setzt gleich bleibende Größen innerhalb der Unternehmung voraus

Horizontale Finanzierungsregeln

- Goldene Bankregel: Rückzahlungsdatum/Verfügungsdauer des Kapitals sollte sich mit dem Rückfluss-zeitpunkt decken (Fristenkongruenz)
- Goldene Bilanzregel: Kapital und Vermögen ist mit der Forderung verbunden, bestimmte Finanzierungsarten zu verwenden.
- Goldene Finanzregel: Langfristig gebundenes Vermögen soll durch langfristiges Kapital gedeckt werden. Ansonsten droht ein Liquiditätsengpass.

Bilanzanalyse von Unternehmen


Die Bilanzanalyse befasst sich mit Unternehmen und überprüft sie hinsichtlich ihrer aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Lage. Diese kann anhand des Jahresabschlusses, welcher sich aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammensetzt. Bilanzanalysen können intern im Unternehmen oder extern von Analysten durchgeführt werden.

Im Rahmen der Bilanzanalyse werden sogenannte Kennzahlen ermittelt. Diese geben Auskunft, ob externe Forderungen erfüllt werden können und ob von zukünftigen Gewinnen und Wachstum ausgegangen werden kann.

Von besonderer Wichtigkeit ist die Bilanzanalyse für:
Fremdkapitalgeber (Kreditinstitute, Lieferanten,...), Eigenkapitalgeber (Gesellschafter, Aktionäre,...), Unternehmensführung (Geschäftsführung, Vorstand), Mitarbeiter, Kunden, Finanzamt, Konkurrenten,
Öffentlichkeit (Gemeinde- oder Stadtrat, Presse, Bevölkerung)

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen


Sie sind Grundlage des Controlling und dienen der Beurteilung von Unternehmen. Kennzahlen liefern wichtige Informationen z.B. zur Problemerkennung, Ermittlung von betrieblichen Stärken und Schwächen, sowie Kontrolle (Soll-Ist-Vergleich). Besonders verbreitet sind die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, welche zum Teil von den Unternehmen selbst veröffentlicht werden, aber auch für den Jahresabschluss ermittelt und öffentlich gemacht werden. Da viele Kennzahlen international unterschiedlich sind, ist eine Vergleichbarkeit von Unternehmen nur bedingt möglich.

Für die Ermittlung der Kennzahlen muss das gesamte Vermögen in langfristig gebundenes Vermögen (Anlagevermögen) und kurzfristig gebundenes Vermögen (Umlaufvermögen) untergliedert werden.

Gliederung von Kennzahlen
Erfolgskennzahlen, Liquiditätskennzahlen, Rentabilitätskennzahlen und Bilanzkennzahlen.
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