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Mehrwertsteuer

Sind Rechnungen ins Ausland Mehrwertsteuerpflichtig?

Verkäufer müssen bei Waren und Dienstleistungen, die sie innerhalb Deutschlands verschicken bzw. erbringen, eine Rechnung mit Mehrwertsteuer ausstellen. Die Vorgehensweise bei Rechnungen ins Ausland ist jedoch komplett anders. Eine einheitliche Vorgehensweise für Rechnungen ins Ausland kann nicht genannt werden. Dennoch kann gesagt werden, dass alle Warenlieferungen ins Ausland steuerbefreit sind. Das bedeutet, dass Verkäufer hierfür in der Rechnung keine Mehrwertsteuer ausweisen müssen. Warenlieferungen werden direkt an der Landesgrenze besteuert. Anders ist diese Vorgehensweise jedoch bei der Erbringung von Dienstleistungen. Für Dienstleistungen gilt, dass sie im Empfängerland versteuert werden müssen. Erbringt ein deutsches Unternehmen eine Dienstleistung für ein französisches Unternehmen, so wird das französische Unternehmen dafür Steuern zahlen müssen. Außerdem muss es sich im Ausland zwingend um ein Unternehmen handeln. Ein Unternehmen kann an der Umsatzsteueridentifikationsnummer erkannt werden. Die steuerliche Behandlung von Dienstleistungen, die nicht in der EU erbracht werden, gestaltet sich jedoch schwieriger. Hierbei muss der deutsche Unternehmer im Einzelfall prüfen, wer die Steuerlast trägt.

Wann muss einen Rechnung Mehrwertsteuer von 19% bzw. 7% beinhalten?

Im Rahmen der Mehrwertsteuer müssen Unternehmer, je nach Ware bzw. Dienstleistung, 19 % bzw. 7 % Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ausweisen. Eine eindeutige Antwort auf die Frage, wann eine Rechnung welchen Steuersatz beinhalten muss, kann nicht gegeben werden. Die Besteuerung einzelner Waren und Dienstleistungen ist im Umsatzsteuergesetz geregelt. Für jede Ware bzw. Dienstleistung gelten bestimmte Steuersätze. Über die Besteuerung wird jedoch teilweise sogar vor Gericht gestritten. Milch kann zum Beispiel mit 7 % versteuert werden. Enthält Milch jedoch zu hohe Anteile von Früchten (Quark oder Joghurt), so muss sie mit 19 % versteuert werden. Die Besteuerung von Waren und Dienstleistungen muss also im Einzelfall genau geprüft werden.

Warum muss ich wenn ich ein Kleingewerbe betreibe keine Mehrwertsteuer ausweisen?

Grundsätzlich muss in Deutschland jeder Verbraucher die Mehrwertsteuer ausweisen, welcher ein Gewerbe betreibt bzw. eine Tätigkeit ausübt, die auf Gewinn abzielt. Eine Ausnahme von dieser Regelung bildet jedoch die Kleinunternehmerregelung. Die Kleinunternehmerregelung soll die Besteuerung für Menschen, die ein Kleingewerbe betreiben, vereinfachen. Gewerbetreibende, die im Gründungsjahr einen Umsatz von 17.500,00 EUR nicht überschreiten, können die Kleinunternehmerregelung anwenden. Diese Regelung darf jedoch nur dann angewandt werden, wenn der Umsatz im darauffolgenden Jahr 50.000,00 EUR voraussichtlich nicht übersteigen wird. Die Kleinunternehmerregelung soll die Besteuerung für Gewerbetreibende mit niedrigen Umsätzen stark vereinfachen.

Wie ist es eigentlich zu der Mehrwertsteuer gekommen?

Es kann festgehalten werden, dass schon im 18. Jahrhundert eine Art „Umsatzsteuer“ erhoben wurde. Damals waren die Prozentsätze jedoch weitaus niedriger und es wurde nicht von der Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer gesprochen. Die Einführung der Umsatzsteuer kann vielmehr auf den ersten Weltkrieg zurückgeführt werden, welcher einen hohen finanziellen Bedarf nach sich zog. In den Folgejahren wurde die Umsatzsteuer schließlich mehrfach erhöht und angepasst. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde schließlich in ganz Europa eine Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer mit Vorsteuerabzug durchgeführt. Inzwischen gibt es in ganz Europa eine einheitliche Regelung zur Besteuerung von Waren und Dienstleistungen. Die Umsatzsteuer ist für den Staat eine wichtige Ertragsquelle.

Wofür wird die Mehrwertsteuer genutzt?

Die Mehrwertsteuer dient dem Staat als wichtige Ertragsquelle in der jährlichen Haushaltsplanung. Die Erträge aus der Mehrwertsteuer dienen dabei primär der Deckung verschiedener Staatsausgaben. Dazu kann zum Beispiel der Ausbau bzw. die Erhaltung der Infrastruktur gezählt werden. Der Staat hat grundsätzlich keine genauen Vorgaben dafür, wofür er die Steuer nutzen kann oder muss. Aus diesem Grund kann nicht pauschalisiert werden, für welche Zwecke die Mehrwertsteuer genau genutzt wird. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 % auf 19 % nutzte der Staat seinerzeit zum Beispiel für die Konsolidierung des Haushalts und die Senkung des Arbeitslosenbeitrags.


Was ist die Mehrwertsteuer?

Die Mehrwertsteuer wird von jedem gezahlt und das auch mehrmals am Tag. Zum Beispiel beim Bäcker, beim Tanken oder auch beim Einkaufen im Baumarkt, wenn man alles für die Renovierung der Wohnung einkauft. Selbst bei einem Kinobesuch wird diese Steuer als Teil des Eintrittspreises erhoben. Diese Steuer wird auf nahezu alles aufgeschlagen, was man einkauft. Sie beträgt im üblichen Steuersatz in Deutschland seit dem Jahr 2007 genau 19 Prozent und ein Bestandteil bei jedem Bruttobetrag ist. Es gibt aber auch einen ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent, der erhoben wird. Der Nettobetrag ist stets der Betrag ohne den jeweiligen Mehrwertsteuersatz. Einige Dienstleistungen und Güter sind allerdings auch steuerfrei, wie zum Beispiel die Mieten und Arztrechnungen. Der ermäßigte Steuersatz gilt für alle Waren, die der Existenzsicherung zuträglich sind, wie beispielsweise Lebensmittel oder Agrarprodukte. Da aber immer mehr Waren und Dienstleistungen hinzukamen, wurde die Mehrwertsteuer immer weiter ausgedehnt. Jeder Bruttopreis einer Ware beinhaltet die Umsatzsteuer, jeder Nettopreis ist jeweils abzüglich dieser Steuer.

Wozu braucht man die Mehrwertsteuer?

Die mwst. ist nach der Lohn- und Einkommenssteuer, die für den Staat zweit wichtigste Einnahmequelle. Rund 180 Milliarden Euro hat die mwst. dem Staat im Jahr 2009 beispielsweise eingebracht. Die Einnahmen dieser Steuern werden nach einem bestimmten Verfahren aufgeteilt, wovon der Bund, die Bundesländer und die Gemeinden partizipieren. Dabei hat der Bund den größten Anteil von 50 Prozent, den Gemeinden fällt der kleinste Anteil von 5 % zu.

In welcher Branche wird die Mehrwertsteuer benötigt?

Normalerweise heißt die Steuer Allphasen-Netto-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Die Einnahmen dieser Steuer berechnen sich immer wieder neu, immer dann, wenn eine Ware neu verkauft wird und solange, bis sie beim Endverbraucher angekommen ist. Die Reihenfolge sieht folgendermaßen aus: Der Produzent, der Großhändler, dann der Einzelhändler und von diesem zum Endverbraucher. Damit ist diese Steuer quasi ein durchlaufender Posten. So wird die Ware durch den persönlichen Aufschlag jeder dieser Stationen immer etwas teurer, dabei wird die mwst immer wieder neu hinzugerechnet. Der Mehrwert wird stets besteuert. Beim System des Vorsteuerabzugs wird lediglich sichergestellt, dass ein Händler die bereits gezahlte Vorsteuer vom Finanzamt wieder verrechnet bekommt.

Der Mehrwertsteuersatz

Mit dem Mehrwertsteuersatz wird beschrieben, für welche unterschiedlichen Dinge die Steuer entrichtet werden muss. Beispielsweise liegen die Steuersätze bei der Kleidung bei 19%, die Bücher werden allerdings nur mit 7% besteuert. Deutschland zahlt den höchsten Satz an diesen Steuern. Die anderen Mitgliedsstaaten der EU zahlen zwischen sechs und dreizehn Prozent und liegen damit deutlich unterhalb des deutschen Mehrwertsteuersatzes. Auch die Banken nutzen die Umsatzsteuer. In der Regel werden die Bankgebühren und die Zinsen von der Umsatzsteuer befreit, aber immer mehr Banken machen bei Unternehmen keinen Gebrauch davon und nutzen trotzdem die Umsatzsteuer. Sie versprechen sich davon bessere Einnahmen.
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