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Der Reifenumfang bestimmt die Länge des Weges, den ein Rad während einer Umdrehung zurücklegt. Dieser Wert ist bei einem Auto wichtig, da der Tachometer hiermit die aktuelle Geschwindigkeit und die zurückgelegten Kilometer berechnet. Sollen an einem Fahrzeug andere Reifen oder Felgen montiert werden, als standardmäßig vorgesehen sind, dann muss entweder der Reifenumfang innerhalb einer geringen Schwankungsbreite übereinstimmen, oder der Tacho für die neuen Räder justiert werden. Um die Frage zu klären, ob ein anderes Rad ohne Änderung am Tacho verwendbar ist, muss also der Reifenumfang berechnet werden.

Geben Sie hier einfach die Felgengröße, die Reifenbreite und das Verhältnis zwischen Höhe und Breite in Prozent an.
Wir berechnen Ihnen dann den Durchmesser und den Abrollumfang.

Reifenumfang

Durch welche Eigenschaften kennzeichnet sich ein Reifen

Die charakteristischen Eigenschaften von Reifen sind sehr vielzählig, auch bedingt durch die technische Entwicklung. Sie teilen sich in geometrische Eigenschaften, wie die Breite und Höhe oder die unterschiedliche Profilierung für Sommer- und Winterreifen, funktionale Gesichtspunkte, wie zum Beispiel Notlaufeigenschaften, sowie Eigenschaften, die durch den Herstellungsprozess bestimmt werden, wie die Unterscheidung in Diagonal- und Radialreifen oder die Gummimischung.

Einige Unterscheidungen bei den Autoreifen sind durch den technischen Fortschritt inzwischen nicht mehr von Bedeutung. So haben beispielsweise seit den 1970er-Jahren die Radialreifen, die damals als Gürtelreifen oder Stahlgürtelreifen angepriesen wurden, die Reifenbauart Diagonalreifen praktisch vollständig verdrängt. Auch Autoreifen mit Schlauch sind inzwischen unüblich und durch schlauchlose Reifen ersetzt. Auf der anderen Seite sind neue Bauarten, wie Noträder oder Autoreifen mit Notlaufeigenschaften hinzugekommen, sogenannte Run-Flat-Reifen. Welche Eigenschaften sind heute beim Reifenkauf zu beachten?

Die wichtigsten geometrischen Eigenschaften eines Autoreifens, ist die bereits erwähnte Reifengröße mit den Werten für Reifenbreite, Flankenhöhe und Felgendurchmesser. Bei der Reifengeometrie gibt es außerdem noch Unterschiede zwischen symmetrischen und asymmetrischen Reifenprofilen. Bei asymmetrischen Profilen muss bei der Reifenmontage darauf geachtet werden, dass die vorgesehene Laufrichtung des Reifens mit der Drehrichtung des Rades bei Vorwärtsfahrt übereinstimmt. Außerdem kann es sein, dass der Reifen eine gekennzeichnete Außenflanke besitzt, die nach der Montage von der Außenseite des Fahrzeugs sichtbar sein muss.

Bezüglich der funktionalen Unterschiede ist die Einteilung in Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen interessant, wenn das Fahrzeug unter den entsprechenden Bedingungen genutzt werden soll. Darüber hinaus gewinnt die Unterscheidung zwischen normalen Radialreifen und Run-Flat-Reifen an Bedeutung. Falls in den Fahrzeugpapieren eine Kennzeichnung für Reifen mit Notlaufeigenschaften eingetragen sein sollte, dann dürfen auch nur solche Reifen montiert werden.

Was steht eigentlich alles auf einem Reifen und wie ist es zu interpretieren?

Die Liste der Kennzeichnungen auf Autoreifen ist im Laufe der Zeit immer länger geworden. Reichte früher eine Bezeichnung wie "145 - 15" für die Identifikation eines passenden Reifentyps aus, ist beim modernen Reifen bereits eine Angabe wie "175/70 R 14 90T" zu lesen. Diese Hauptkennzeichnung setzt sich aus dem Wert für die Reifenbreite (175 mm), dem Höhen-Breiten-Verhältnis (70 %), der Reifenbauart (R=Radial), dem Felgendurchmesser (14 Zoll), dem Lastindex (90 entspricht 600 kg beim vorgegebenen Luftdruck) und dem Geschwindigkeitssymbol GSY, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit angibt. Darüber hinaus kann auch noch eine Laufrichtungskennzeichnung und ein Kennbuchstabe für schlauchlose Reifen vorhanden sein.

Zusätzlich zu dieser grundlegenden Reifenkennzeichnung gibt es noch eine Reihe von Kennungen und Symbolen auf Autoreifen, die teilweise genormt sind, zum Teil aber auch vom Hersteller individuell festgelegt werden. Dies führt gelegentlich auch zur Verwirrung. So ist beispielsweise die Verwendung der Kennzeichnung M+S für Winterreifen nicht geschützt und kann sich auch auf reinen Sommerreifen finden. Winter- und Ganzjahresreifen sind daher eindeutig nur an dem Symbol eines Berges mit einer Schneeflocke in der Mitte zu erkennen.

Eine wichtige Kennzeichnung ist die DOT-Nummer. Sie gibt das Herstellungsdatum des Reifens an und setzt sich derzeit aus der Wochennummer und der zweistelligen Jahreszahl zusammen. Ist die DOT-Nummer nur dreistellig, dann ist der Reifen vor 2000 hergestellt und sollte nicht mehr verwendet werden. In Europa vorgeschrieben ist seit 1998 auch das ECE-Prüfzeichen, ein großes E mit einer kleineren Zahl in einem Kreis.

Welches sind die üblichen Reifenumfänge?

Da die Felgendurchmesser in Schritten von einem Zoll wachsen, die Reifenbreiten in Zentimetern und die Höhen-Verhältnisse in 5-Prozent-Schritten, sind die Reifenumfänge bei Standardreifen sehr verschieden. Bei manchen Reifengrößen sind diese Unterschiede allerdings nur so gering, dass sie nicht größer sind, als die durch Reifenverschleiß verursachten Größenänderungen. Dies trifft zum Beispiel auf die folgenden Reifengrößen zu:

  • 175/70-13, 195/50-15, und 185/60-14 mit circa 1810 mm Reifenumfang

  • 175/65-14 und 165/70-14 mit circa 1840 mm Reifenumfang

  • 205/55-16, 225/45-17 und 195/65-15 mit circa 1990 mm Reifenumfang

Wovon ist der Reifenumfang abhängig?

Der Umfang eines Autoreifens ist nicht hundertprozentig konstant. Moderne Radialreifen besitzen zwar eine sehr geringe Dehnbarkeit, trotzdem ändert sich der Umfang eines Autoreifens ein wenig mit dem Reifendruck und auch der Fahrgeschwindigkeit. Dass ein Autoreifen sich bei Erhöhung des Luftdrucks im Reifeninneren etwas ausdehnt, ähnlich einem Luftballon, sollte anschaulich klar sein. Bei steigender Geschwindigkeit führen aber auch die zunehmenden Fliehkräfte im rotierenden Reifen zu einer Ausdehnung und damit zur Vergrößerung des Reifenumfangs. Reifenverschleiß reduziert dagegen den Raddurchmesser und verringert damit den Reifenumfang.
 


Der Reifenumfang bemisst ist mit dem Wert des Abrollumfang identisch. Es ist die Strecke die die Lauffläche eines Rades bei genau einer Umdrehung umrundet oder Zurücklegt.

Bei Kraftfahrzeugen wird dieser Wert bei genau einer Geschwindigkeit von 60 km/h schlupffrei gemessen. Es gibt dazu auf eine Industrienorm die DIN 70020. Aus diesem gemessenen Abrollumfang ergibt sich wiederum der dynamische Rollradius und beides hat mit dem Reifenumfang im engeren Sinne zu tun.

Bei Kraftfahrzeugen und deren Bereifung bestehen aber Faktoren die diesen Wert geringfügig verändern oder beeinflussen. Diese Faktoren sind der Luftdruck, die Beladung und Belastung und natürlich die Geschwindigkeit. Weiterhin gibt es geringfügige Unterschiede bei Gürtel- und Radialreifen Der Rollradius wird zur Berechnung mit dem Kürzel rD versehen und dazu gibt es eine allgemeingültige Formel.

Zudem gibt es weitere Faktoren die zu einer gleichwertigen Berechnung herangezogen werden müssen. Der Reifenumfang kann nur auf vergleichbaren Flächen gemessen werden, die absolut eben ausgerichtet sind. Es gibt zur Bemessung des Reifenumfang eine allgemein gültige Richtlinie oder besser gesagt ein Leitlinie zur Durchführung dieses Tests zur Messung. Die Richtlinie bezeichnet man mit der Nummer 107-01. Ein weitere Berücksichtigung findet die Bauweise eines Reifen, entweder in Diagonalbauweise oder Radialbauweise. Weitere Faktoren sind die Felge, die Felgengröße, ob es sich um Autoreifen oder Lastzugreifen handelt. Die Reifenbreite der gemessene Abrollwiderstand. Zudem werden bestimmte Maße hier in Zoll wieder gegeben und nicht in Millimeter oder Zentimeter. Auch die Reifenhöhe und alle technisch verwertbaren Daten werden bei der Berechnung und dem Prüftest berücksichtigt.

So ist dieses Verfahren und die gleichzeitige Messung des Reifenumfangs und des Abrollumfanges ein aufwändiges Messverfahren und für jeden Reifentyp gibt es jeweils ein gesondertes Testverfahren zur genauen Bestimmung dieses und der anderen bekannten Werte eines Reifen. Reifen müssen genau zur Felge passen und dürfen nicht einfach ohne passende Werte montiert werden, denn dann könne Reifen ihre Eigenschaften und technischen Voraussetzungen nicht erfüllen. Genau dann besteht die Gefahr der Überbelastung und des falschen gefährlichen Einsatzes.
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