Anspanungsgrad berechnen

Sie möchten den Anspanungsgrad Ihrer Firma berechnen? Hierzu geben Sie bitte einfach das Fremdkapital sowie das Gesamtkapital in Euro ein. Wie berechnen Ihnen dann schnell und kostenlos den Anspanungsgrad.

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Was ist der Anspannungsgrad?

Der Anspannungsgrad ist ein Begriff aus der Finanzwelt. Andere Namen sind Anspannungskoeffizient und Fremdkapitalquote. Er ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und bezeichnet das prozentuale Verhältnis zwischen Bilanzsumme und Fremdkapital eines Betriebs. Die Eigenkapitalquote ist sein Komplementärbegriff. Der Anspannungsgrad gibt Auskunft über die Kapitalstruktur eines Unternehmens. Er dient als Grundlage für Finanzierungsentscheidungen.

Kreditinstitute, externe Wettbewerber, Ratingagenturen, Gläubiger und Aktionäre der Firma interessieren sich für die Zahl. Sie dient der Messung ihrer Kreditwürdigkeit. Mit Transparenz der wirtschaftlichen Verhältnisse präsentiert sie den beteiligten Personen die Jahresabschlüsse damit diese Informationen über das Kreditrisiko gewinnen. Für zukünftige Investoren ist die Zahl wichtig, um das Risiko einer Geldgabe abzuschätzen.

Anspannungsgrad berechnen: Wie funktioniert das?

Die Fremdkapitalquote ist ein Teil der finanzwirtschaftlichen Analyse eines Unternehmens und spielt im Rahmen der Jahresabschlussanalyse eine wichtige Rolle. Es ist eine Gegenüberstellung des Fremdkapitals und der Bilanzsumme, welche das Gesamtkapital angibt. Damit dies geschieht, ermitteln Sie zuerst die zum Fremdkapital gehörenden Bilanzpositionen und untersuchen Fremdkapitalpositionen auf ihren Fremdkapitalcharakter. Die Formel lautet:

Fremdkapitalquote

Der Anspannungsgrad-Rechner ist ein geeignetes Hilfsmittel, um die Quote auf einfache Weise zu erhalten.

Was sind Fremdkapitalpositionen?

Analysten verwenden viel Zeit darauf, die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital vorzunehmen. Eine Bilanzposition gehört zu Letzterem, wenn eine Rückzahlmöglichkeit besteht. Alle Arten von Rückstellungen sind Teil des Fremdkapitals, da eine Rückzahlmöglichkeit von 50 % vorhanden ist. Dazu gehören Steuerrückstellungen oder Pensionsrückstellungen sowie alle Arten von Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen. Die erfolgsunabhängige Verzinsung von Mezzanine-Kapital ist ebenfalls ein Indikator für Fremdkapital.

Des Weiteren gehören Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Schuldverschreibungen zum Fremdkapital. Weitere Positionen sind:

  • erhaltene Anzahlungen,
  • Verbindlichkeiten aus Leistungen und Lieferungen,
  • Konzernverbindlichkeiten,
  • Wechselverbindlichkeiten.

Je höher der Wert des Fremdkapitals ist, desto größer ist das Risiko einer Überschuldung des Unternehmens. Ein angemessenes Eigenkapital sorgt für Sicherheit, um Unvorhergesehenes abzufangen und die Zinsen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit dennoch zurückzuzahlen.

Betriebswirtschaftliche Bewertung des Anspannungsgrades

Die Höhe des Anspannungsgrades ist nicht isoliert zu betrachten. Ob ein Unternehmen eine angemessene Fremdkapitalquote aufweist, hängt von Faktoren wie Rechtsform, Betriebszweck, Betriebsgröße und Wirtschaftszweig ab. Es gibt keine betriebswirtschaftlichen Grundsätze oder allgemeine Regeln zum Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital. Eine Obergrenze für den Verschuldungsgrad ist weder empirisch noch theoretisch ableitbar. Dennoch gibt es Faustregeln, die etwas zur Situation und dem finanziellen Risiko aussagen.

Ein optimaler Verschuldungsgrad ist vorhanden, wenn beim Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital die durchschnittlichen Kapitalkosten geringer sind als bei anderen Finanzierungsalternativen. Eine Faustregel besagt, dass der Verschuldungsgrad bei Nichtbanken bei weniger als 200 % liegt. Anders gesagt: Das Fremdkapital ist weniger als doppelt so groß wie das Eigenkapital. Die ideale Fremdkapitalquote beträgt weniger als 67 % der Bilanzsumme. Wer diese Regeln beachtet, hat gute Chancen, mit seiner Firma erfolgreich zu wirtschaften.

Kriterien für den Anspannungsgrad

Je nach Branche ist eine hohe oder niedrige Fremdkapitalquote angebracht. Bei Finanzinstituten ist sie traditionell hoch und beträgt in den meisten Fällen über 85 %. Anlageintensive Betriebe verfügen meist über ein geringes Fremdkapital. Eine wichtige Rolle spielt die Größe des Unternehmens. Großbetriebe weisen tendenziell eine niedrigere Quote auf als Kleinfirmen. Je kleiner die Unternehmen, desto größer ist der Anspannungsgrad. Untersuchungen ergaben diese positive Korrelation von Unternehmensgröße und Fremdkapitalquote.

Die Rechtsform ist ebenfalls maßgebend. Kapitalgesellschaften weisen niedrigere Quoten auf als Personengesellschaften. Erstere gehören oft zu anlageintensiven Betrieben. Bei Personengesellschaften haftet mindestens ein Vollhafter unbeschränkt mit seinem Privatvermögen. Den Anspannungsgrad berechnen Sie bei Interesse mit dem Rechner von „Hilfreiche Tools“. Mit zwei Angaben errechnet er automatisch den Anspannungsgrad ihres Unternehmens.

Was bedeutet der Anspannungsgrad in betriebswirtschaftlicher Sicht für ein Unternehmen?

Der Anspannungsgrad ist eine bedeutende Kennzahl für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Ratingagenturen analysieren die Situation. Grundsätzlich gilt, dass aus einem hohen Verschuldungsgrad ein großes finanzielles Risiko resultiert. Schulden bedeuten Abhängigkeit von Gläubigern und hohe Zins- und Tilgungszahlungen. Ein hoher Verschuldungsgrad erhöht die die Ertragsrisiken, da mehr Gewinne für den Zinsaufwand benötigt werden.

Unternehmen mit einer niedrigen Fremdkapitalquote verfügen über eine hohe Tragfähigkeit für Verluste und sind weniger krisenanfällig. Ein hoher Anspannungskoeffizient steigert das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit. Die Überschuldung nimmt zu und führt zu einer stetig höheren Zinslast. Unternehmen mit hoher Fremdkapitalquote verfügen über eine geringe Kreditwürdigkeit.

Wie funktioniert der Anspannungsgrad-Rechner?

Der Rechner beinhaltet die obengenannte Formel, die das Fremdkapital der Bilanzsumme gegenüberstellt. Sie benötigen den Wert des Fremdkapitals und den des Gesamtkapitals. Geben Sie beide Zahlen in Euro in die entsprechenden Felder ein. Mit einem Klick auf das Feld „Berechnen“ unterhalb des Rechtecks berechnen Sie die Quote. Sie besagt in Zusammenhang mit anderen Faktoren, wie hoch ihre Kreditwürdigkeit ist. Als Resultat erscheint folgender Satz:

Der Anspannungsgrad beträgt: xx, xx %.

Die Prozentzahl ist auf zwei Kommastellen genau ausgerechnet. Nun wissen Sie ebenfalls, dass Ihr Eigenkapital 100 minus das Fremdkapital beträgt. Benutzen Sie den Rechner, um die wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl ihres Betriebes zu kennen. Interessierte Investoren benötigen sie, um das Risiko ihrer Investition abzuschätzen.

Berechnungsbeispiel

Sie besitzen ein Unternehmen, in das Sie 600.000 Euro Eigenkapital investierten. Investoren sorgten für weitere 700.000 Euro, mit denen Sie ihr Gesamtkapital vervollständigten. Sie fragen sich, wie hoch der Anspannungsgrad ist. Geben Sie das Fremdkapital 700.000 in das erste Feld ein. Im Zweiten steht 1.300.000, die Zahl für das Gesamtkapital in Euro. Das Ergebnis lautet:

Der Anspannungsgrad beträgt: 53,85%.

Damit wissen Sie, dass die Eigenkapitalquote 46,15% ist.

Wer benutzt den Rechner?

Der Rechner nützt Unternehmern, die auf der Suche nach weiteren Investoren sind. Zukünftige Geldgeber interessieren sich in erster Linie für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Dabei ist der Anspannungsgrad eine der wichtigsten Kennzahlen der Analyse. Auch, wenn eine Ratingfirma diese professionell übernimmt, ist es sinnvoll, wenn der Unternehmer selbst die Zahl präsent hat. Der Anspannungsgrad-Rechner hilft, die Zahl ohne Schwierigkeiten mittels nur zwei Angaben zu eruieren.

In Schulen und Universitäten gehören Zinsen, Kredite und Schulden zum Lehrplan. Der Rechner hilft Schülern und Studenten, entsprechende Aufgaben zu lösen. Es ist wichtig, die Formel zu verstehen, die dahintersteckt. Dank des Hilfsmittels sind Reihen von Aufgaben derselben Art innerhalb kurzer Zeit lösbar.