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Inflationsrechner

Die Inflationsrate wird auch als Preissteigerungsrate oder Teuerungsrate bezeichnet und ist einer der wichtigsten Werte, wenn es um Wirtschaft und Finanzen geht. Man kann damit den Kaufkraftverlust bis zu Ihrer Rente berechnen, um den entsprechenden Rentenbedarf zu kennen, um den Lebensstandart zu halten.

Oder Sie können sehen, ob sich Ihr Einkommen in einem guten Verhältnis zu der Inflationsrate entwickelt, oder Sie bald eine Gehaltserhöhung brauchen: Der kostenlose Hilfreiche-Tools-Inflationsrechner bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Inflationsrate für Ihre persönlichen Ausgaben zu berechnen. Ein Blick in die Zukunft Ihrer Kaufkraft ist quasi nur ein Klick entfernt.

Anfangskapital [Euro]  
Inflationsrate [%]  
Zeit [Jahre]  

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So funktioniert der Inflationsrechner

Mit diesem Inflationsrechner haben Sie die Möglichkeit, den voraussichtlichen Verlust Ihrer Kaufkraft über einen von Ihnen frei wählbaren Zeitraum in Jahren ausrechnen lassen. Hierfür benötigen lediglich drei Angaben:

  • Das Anfangskapital in Euro, für das Sie die Inflationsrate berechnen wollen
  • Die Inflationsrate in Prozent
  • Die zu berechnende Zeit in Jahren

Die Werte von Anfangskapital und den Zeitraum zu berechnen ist kein Problem, da Sie diese jederzeit nach Ihren Bedürfnissen anpassen können. Aber wie legen Sie die Inflationsrate fest, werden Sie sich wahrscheinlich fragen. Die Antwort kann nicht gänzlich beantwortet werden, da niemand weiß, wie sie sich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Wahrscheinlich wird die allgemeine deutsche Inflationsrate zwischen 0,3 und 2,6 % liegen, aber diese Angabe ist ohne jegliche Gewähr.

Warum wir hier so vage bleiben müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag, in dem sich alles um Inflation und Inflationsraten dreht. Sie bekommen außerdem eine Anleitung an die Hand, mit der Sie Ihre ganz persönliche Inflationsrate berechnen können, um das Ergebnis des Inflationsrechners noch akkurater für Sie zu machen.

 

Was ist eine Inflation?

Grob vereinfacht ist mit Inflation der Vorgang gemeint, bei dem Preise steigen und die Kaufkraft des Geldes abnimmt. Das Geld wird in einem prozentualen Anteil entwertet, in dem die Güter immer teurer werden. Dieser Prozentwert wird Inflationsrate genannt.

Das Wort Inflation ist aus dem lateinischen „inflatio“ entlehnt und bedeutet „Schwellung“ und meint im volkswirtschaftlichen Sinne die Teuerung von Produkten und Dienstleistungen, bei gleichzeitiger Minderung des Geldwertes.

Ein Euro ist dann weniger Wert als zuvor. Dabei müssen alle oder zumindest die meisten Preise betroffen sein, um eine Inflation zu erreichen. Einzelne Produkte beeinflussen den fiktiven Warenkorb nur wenig, wobei die Gewichtung der Güter und Dienstleistungen nicht gleich stark ist. Zum Beispiel ist der Strompreis wichtiger als die Preisentwicklung des Brotes.

 

Arten der Inflation

Die Inflationsrate ist eins der Hauptaufgabengebiete der Europäischen Zentralbank, denn nicht viel kann eine Wirtschaft so destabilisieren, wie eine unkontrollierbare Inflation. Deutschland hat nach dem Ersten Weltkrieg bittere Erfahrungen damit gemacht, was zu Folgen führte, die immer noch volksweite Urängste schüren. Wenn das Geld nichts mehr Wert ist, bricht das Chaos aus. Aber Inflation ist nicht gleich Inflation. Es gibt die folgenden drei Inflationsformen und einen Pseudowert, auf den wir gleich noch eingehen werden:

  • Schleichende Inflation – ungefährliche normale Preisentwicklung bis 5 %
  • Trabende Inflation (beschleunigte Inflation) – 5 bis 20 %
  • Galoppierende Hyperinflation – 20 % Inflationsrate oder mehr und somit der volkswirtschaftliche Supergau

 

Der individuelle Pseudowert

Die sogenannte gefühlte Inflation beschreibt eine rein subjektive Preissteigerung, die nicht mit Warenkorbzahlungen belegt werden kann. Hierbei geht es oft um Mieten in Großstädten, denn in den bundesweiten Warenkorb fließen eben auch Kleinstadt- und Dorfmieten ein, wie auch die eher fallenden Mietpreise im Osten Deutschlands. Klar, dass ein Münchner oder Hamburger sich in der durchschnittlichen Preisentwicklung der Mieten nicht repräsentiert fühlt. Umso wichtiger ist es einen eigenen, persönlichen Warenkorb zu erstellen, um so seine eigene Inflationsrate berechnen zu können.

Der statistische Warenkorb

Um einen realistischen Wert, der alle deutschen Haushalte repräsentieren soll zu erhalten, wird ein „harmonisierter Verbraucherpreisindex“ (HVPI) erhoben. Dafür zuständig sind Eurostat und Destatis. Statistiker führen für etwa 700 Produkte und Dienstleistungen, die in durchschnittlichen Haushalten gekauft werden, Preiserhebungen durch.

Dazu zählen:

  • Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke
  • Alkoholische Getränke und Tabakwaren
  • Kleidung und Schuhe
  • Miete, Wasser, Strom, Gas und andere Heizstoffe
  • Reparaturen am Haus, Haushaltsgegenstände und Einrichtung
  • Gesundheitskosten
  • Kosten für Fortbewegungsmittel wie Pkw, öffentliche Verkehrsmittel und Flüge
  • Telekommunikationskosten
  • Erholung und Kultur
  • Bildung
  • Restaurants und Hotels
  • Weitere Produkte und Serviceleistungen

 

Die Inflationsrate für Deutschland im Vergleich

Laut des Verbraucherindexes (VPI) des Statistischen Bundesamtes hat sich die Inflationsrate in Deutschland in den letzten 10 Jahren wie folgt entwickelt (Quelle: Destatis, Stand November 2016).

Jahr

Verbraucherindex

Inflationsrate (gerundet)

2016 (bis November)

107,3

0,4 %

2015

107

0,3 %

2014

106,6

0,9 %

2013

105,6

1,5 %

2012

104,1

2 %

2011

102,1

2,1 %

2010

100

1,1 %

2009

98,9

0,3 %

2008

98,6

2,6 %

2007

96,1

2,3 %

2006

93,9

1,5 %

 

So berechnen Sie Ihre eigene Inflationsrate

Um eine für Ihren Haushalt akkurate Inflationsrate zu erhalten, müssen Sie Ihren eigenen Warenkorb zusammenstellen. Wenn Sie beispielsweise kein Auto besitzen, ist ein großer Teil des allgemeinen deutschen Warenkorbes für Sie uninteressant und irrelevant und somit die allgemeine Inflationsrate auch für Sie nicht repräsentativ.

Hilfreich ist es, wenn Sie über zwei oder mehr Jahre ein Haushaltsbuch führen. Bei der jährlichen Preissteigerungsrate, die man für die Berechnung benötigt, handelt es sich um die prozentuale Preisveränderung von einem Basisjahr zu allen folgenden Jahren.

1. Benennen Sie ein Basisjahr, z.B. 2014

2. Listen Sie alle Waren und Dienstleistungen und deren Mengen auf, die Sie in diesem Jahr konsumiert haben

3. Berechnen Sie den Gesamtbetrag, den Sie für jedes einzelne Produkt ausgegeben haben.
Z. B. 5 Friseurbesuche zu je 50 Euro = 250 Euro insgesamt für Friseurbesuche, 2-mal Schuhkauf mit 80 Euro und 120 Euro = 200 Euro insgesamt für Schuhe, 350 Coffee-to-go für je 2,40 Euro = 840 Euro insgesamt für Coffee-to-go

4. Errechnen Sie die Gesamtkonsumausgaben, auch Preisindex genannt, in dem Sie die Gesamtpreise aller Produkte und Dienstleistungen addieren. In unserem Beispiel wären das 250 + 120 + 840 = 1210 Euro

5. Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4 für die Folgejahre mit exakt den gleichen Produkten und Dienstleistungen und Mengen mit den Preisen, die entweder gleich blieben oder sich erhöht oder gesenkt haben.
Z. B. : 2015 – Friseurbesuche 260 Euro, Schuhkauf: 240 Euro, Coffee-to-go: 910 Euro = 1410 Euro. 2016 – Friseurbesuche 265 Euro, Schuhkauf: 200 Euro, Coffee-to-go: 910 Euro = 1375 Euro

6. Die Gesamtkonsumausgaben jedes auf das Basisjahr folgende Jahr werden nun durch die Kosten der Gesamtkonsumausgaben des Basisjahrs geteilt und mit 100 multipliziert. So erhalten Sie Ihre persönliche Preissteigerungsrate für jedes Jahr. Wenn Sie z. B. unseren kleinen Warenkorb nehmen, wäre die Rechnung: 1410 / 1210 x 100 = 116,53 für 2015 und 1375 / 1210 x 100 = 113,64 für 2016

Die Inflationsraten gegenüber 2014 betragen also in unserem Beispiel 16,53 % für 2015 und 13,64 % für 2016. Da der Warenkorb in unserem Beispiel nur drei Produkte enthält, ist die Preissteigerungsrate und somit die Inflationsrate unverhältnismäßig hoch. Ein normaler Warenkorb enthält 600 bis 700 Produkte und Dienstleistungen.

 

Hilfreiche Links für Sie:

Das Statistische Bundesamt (Destatis): https://www.destatis.de
Die Europäische Zentralbank (EZB): https://www.ecb.europa.eu/ecb
Inflation-Deutschland: https://www.inflation-deutschland.de/

Wichtig: Der Inflationsrechner sowie alle in diesem Artikel enthaltenen Informationen haben wir zwar gründlich recherchiert, aber wir erheben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Diese Berechnung ist eine reine Orientierungshilfe. Wir beantworten gerne Fragen zum Inflations-Rechner, übernehmen jedoch keinerlei Haftung, Verantwortung und Gewährleistung für die Ergebnisse.





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